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[WoCh] Tanz der Vampire III
Beitrag: #5
vom - RE: [WoCh] Tanz der Vampire III
-sanguinis 2-

Ich saß in einem Zimmer nicht sehr ungleich dem, in das mich Sasha nach unserer ersten Begegnung gebracht hatte. Am Vortag hatten sie mich in einige ihrer Geheimnisse eingeweiht, bevor wir den Schmied besuchten, und heute hatte sie mich hier zurück gelassen, als sie ihn erneut aufsuchte.
Sie sagte Dinge wie „Ich bin in Wirklichkeit ein Vampir.“ und „Egal was ich dort auch sage oder tue, du musst mir vertrauen.“
Ich hatte mich an mein Leben mit Sasha gewöhnt. Als sie mir sagte, sie war kein Mensch, änderte dies nichts mehr an meinen Gefühlen für sie. Ich hätte ihr vertraut, auch wenn sie mich nicht extra darum gebeten hätte.
Und was sie dann in Anwesenheit des Schmiedes erzählt hatte, der Einblick in ihre Vergangenheit, den sie mir gegeben hatte. Sie hatte ihre Familie auch nicht leiden können und sie verlassen, doch im Gegensatz zu mir hatte sie deshalb nicht alles hingeschmissen. Ich bewunderte sie darum.

Ich musterte ein Schmuckstück in meinen Händen. Ein Objekt, das Sasha mir heute vor ihrem Aufbruch gegeben hatte. Caduceus hatte sie es genannt. Es handelte sich dabei um ein kreuzförmiges Amulett, welches zwei Schlangen dabei zeigte, wie sie einen geflügelten Stab umschlangen… doch schien es kaputt zu sein. Ein Teil war herausgebrochen. Als sie es mir gegeben hatte, erinnerte ich mich nicht daran, es jemals zuvor gesehen zu haben. Womöglich hatte sie es immer in ihrem Mantel versteckt? Ob es wohl auch eine Art magisches Objekt war? Ich schloss meine Augen, um mich darauf zu konzentrieren, doch was ich dann sah, war etwas worauf ich nicht vorbereitet gewesen war. Ich sah den Drachen Vleerdens vor meinen Augen, ich sah Sashas kleine Schwester, ich sah ihre Eltern, ich sah ihr prunkvolles Schloss, ich sah einen Ballsaal voller Vampiren und dann die Leiche eines älteren Vampirs mit einem wunderschönen Dolch gestochen durch sein Herz. Dieser letzte Anblick erschreckte mich so sehr, dass ich das Caduceus aus meiner Hand zu Boden fallen ließ, was die Illusion vor meinen Augen verschwinden ließ und ich mich wieder im Zimmer wieder fand.
Wie viel Zeit vergangen war, als ich in Sashas Vergangenheit geblickt hatte, wusste ich nicht, doch das Amulett, das ich zu Boden hatte fallen lassen wurde von der blassen Hand seiner rechtmäßigen Besitzerin aufgehoben. Sie war zurückgekehrt und ich blickte zu ihr auf. Ein goldener Schimmer blendete meine Augen.
„Sasha, diese Rüstung…?“
Die goldene Rüstung, die Sasha nun trug war schöner als alles, das ich je zuvor gesehen hatte.
„I-ist das Excalibà?“
Sie trat auf mich zu und legte ihre Arme um meinen Kopf, bevor sie mich an sie drückte.
„Ja, das ist Excalibà. Du hast in meine Vergangenheit geblickt und weißt nun alles über mich, das du je wissen musst. Jetzt ist es an der Zeit dir zu sagen, warum ich dich bei mir aufgenommen habe.“
Ich legte meine Arme um Sasha und schmiegte mich an ihre Rüstung. Es war überraschend angenehm. Die Rüstung war warm.
„Sasha…“
„Keine Angst, die Wahrheit ist nichts, wovor du dich fürchten musst.“ vergewisserte sie mir. „Als ich dich damals dort sitzen sah, alleine, vergessen, dreckig, sah ich in dir etwas, das ich noch nie gesehen hatte. Eine Armut, anders von der wie ich sie kannte. Verstoßen von der Welt, hungrig, jedoch stark, mit dem Willen nicht aufzugeben.“
Sie Strich mir mit ihrer Hand durchs Haar. „Ich war mir nicht sicher, ob das was ich dort sah wirklich wahr war. Ich musste es testen und so hielt ich dir mein Schwert an die Kehle, fragte dich und nahm deine Antwort entgegen. Ich hielt dich für etwas Besonderes. Ich wollte dich dafür belohnen, so stark zu sein. Und der Lohn den ich dir bot, war ein Leben, anders von dem, das du kanntest. Ich hatte keine eigenwilligen Hintergründe, außer dem Spaß daran, nicht mehr alleine zu Reisen und jemanden zu haben, für den ich sorgen konnte.“
Sie drückte mich von sich, hielt mich fest an meinen Schultern und blickte mir lächelnd in meine Augen. Sie sah Tränen in den meinen aufquellen… und ichTränen in den ihren.
„Inis, ich habe dich lieb gewonnen, mehr so als je jemanden zuvor in meinem Leben.“
„Sasha, bitte lass mich bei dir bleiben.“
„Ja, wir werden zusammen bleiben, die Welt bereisen, Orte sehen, von denen wir nur träumen können. Weit ab von unserer Vergangenheit!“
Erneut drückte sie mich an sich.

Am nächsten Morgen reisten wir ab, in die weite Welt hinaus. Sashas schwarzer Mantel, den sie nun wie ein Cape an der Rückseite ihrer Rüstung befestigt hatte, hob sich in einer sanften Morgenbriese, als wir dem Sonnenaufgang entgegen schritten, hoffend auf ein von nun an glückliches Leben in dieser Welt des…

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[WoCh] Tanz der Vampire III - von Black-Cat - 17.07.2012, 22:27
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RE: [WoCh] Tanz der Vampire III - von Black-Cat - 02.08.2012, 20:35

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