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[SP] Heart of a Dragon
Beitrag: #11
vom - RE: [SP] Heart of a Dragon
Goldenrod City: Dunkelheit – Zwei Jahre zuvor

Johto. Home. At least it was before I fucked every thang up.

Dolph stieg aus dem Zug. Die Reise war recht angenehm gewesen, aber da es sowohl im Kraftwerk als auch im Radioturm zu „Störungen“ gekommen war, kam er statt am Mittag in den späteren Abendstunden an. Und was er sah, gefiel ihm nicht: Schwarz gekleidete Leute, auf deren Kleidern mehr oder minder deutlich das berühmt-berüchtigte „R“ zu sehen war. Sie schienen fast alle Gassen zu blockieren. Dann wohl erst mal ab in den Untergrund… Dolph schlenderte durch die dunklen Gänge, bis er eine Gabelung erreichte, wo er sofort zur Gestalt schlenderte, die sich dort befand. „Hallo. Was ist oben los?“

“Team Rocket ist los… Sie haben den Radioturm und das Kraftwerk unter ihrer Kontrolle. Weshalb bist du hier?“ Dolph lachte kurz auf. „Nur Geschäfte im Sinn, wie immer. Ich brauche einen Donnerstein, schnell.“ Sein Gegenüber schwieg. „2.500 Pokédollar, ich bin in einer Viertelstunde wieder hier.“ Scheine wechselten ihren Besitzer und Dolph stand alleine im Gang. Dann hörte er schnelle Schritte aus der Passage, die in den Keller des Kaufhauses führte. „Blue? Hast du das Kraftwerk gesäubert? … Gut. Dieser Schwächling Gold ist im Radioturm, aber ich habe den Intendanten befreit, den Team Rocket gefangen hatte. Ich nehme ihm jetzt die Arbeit ab, ehe das zu lange dauert. Nimm den ersten Zug hierhin, sobald die wieder fahren. … Okay, ciao.“

„Long time no see. Vier Jahre,“ sagte Dolph und fuhr fort, „wie lief es mit dem Hundemon noch? Du hast mir nie gedankt.“ Die Schritte verstummten und die beiden Jungen musterten sich. Sie waren erwachsener geworden, aber man erkannte sich definitiv wieder. „Hmpf.“ schnaubte Silver nur. “Kümmere dich in Zukunft um deinen eigenen Kram. Wir haben alles unter Kontrolle.“ „Das sehe ich,“ antwortete Dolph unverhohlen sarkastisch, „schließlich sind oben keine Rocket-Rüpel mehr unterwegs.“ Wieder schnauben, doch diesmal drängte Silver sich an ihm vorbei nach draußen. Dolph drehte sich eine Zigarette und wartete rauchend; ungeduldig. Endlich kam die Person wieder und händigte ihm den Stein aus. Sie schüttelten Hände. „Hat mich gefreut, Geschäfte zu machen.“ Die Gestalt verschwand. „Evoli,“ Dolph kniete sich zu dem Pokémon, das er aus seinem Ball befördert hatte, „jetzt geht es richtig los.“ Der Stein leuchtete auf und als Dolph aus dem Untergrund heraustrat, hatte er ein Blitza an seiner Seite.

Da einige Rüpel aus dem Radioturm flüchteten und ihren Mannen Bescheid gaben, sich zurückzuziehen, ging er mit strammen Schritten in die oberen Etagen des Turms hinein. Oben hörte er Leute in feindseligem Ton reden. Rauchwolken quollen ihm entgegen, vermutlich von Smogons verursacht. „… Gold? Dieser Narr! Nicht einmal an den Rüpeln ist er vorbeigekommen. Und jetzt knöpfen wir uns dich vor, Silver! Los, Kramurx!“ „Blitza, Donnerschock.“ sagte Dolph, keiner der Leute im Raum hörte ihn, nur Blitza. Das Ergebnis waren ein gegrilltes Kramurx und Dolphs breites Grinsen.

„Was?! Wer… Wie kannst du es wagen!“ Der weibliche Rocket-Vorstand sah Dolph hasserfüllt an. Ihr männlicher Gegenpart war damit beschäftig, ein kleines Heer von Smogons mithilfe eines Smogmog zu kommandieren, um Silver zu bekämpfen. „Arbok, Giflor!“ schrie sie, und Dolph kommandierte Arkani an Blitzas Seite. Er musste feststellen, dass selbst die Vorstände von Team Rocket ein Schatten ihres früheren Selbst waren. Viper hatte es ihm und Rocko deutlich schwieriger gemacht, dieser Kampf war ein reiner Spaziergang dagegen gewesen...

Und dann explodierte Smogmog. Es riss Dolph von den Beinen und er sah Blitza und Arkani durch den Raum fliegen und bewusstlos liegen bleiben. Abgesehen von einem Piepen in den Ohren und dem Geruch von Rauch und Schwarzpulver in der Nase nahm er wenig war, doch Silver schien ihm aufzuhelfen. Dolph sah, wie er seine Lippen bewegte, doch er konnte den Bewegungen keine Worte zuordnen. Er beförderte Blitza und Arkani in ihre Bälle und ließ sich von Silver wegziehen und zurück in den Untergrund führen. Never get caught on the scene of a crime.

„Blue? … Explosion im Radioturm… Vorstände besiegt… komischer Typ, aber wir sind ok…“ Das Piepen ließ nach und Dolph konnte wieder einige Worte aufschnappen. Silver schien das Telefonat beendet zu haben und wies die Medikamente verkaufende alte Dame an, sich um Dolph und seine Pokémon zu kümmern, „und zwar diskret.“ Silver schnappte sich Dolphs PokéCom und sagte etwas, doch die schwarzen Ränder um Dolphs Gesichtsfeld wurden immer größer und er fiel in Ohnmacht.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.03.2013, 18:59 von Lin. )
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Beitrag: #12
vom - RE: [SP] Heart of a Dragon
Goldenrod City: Relapse/Recovery – Zwei Jahre zuvor

Dolph wachte auf mit dem Gefühl, das normal sterbliche Personen nur ereilte, wenn meine mehrere Nächte durchgezecht hatte: Sein ganzer Körper tat weh, der Kopf schien zu explodieren. Immerhin hörte er deutlich, sein Blick war klar und in Gedanken spielten sich die Szenen des Kampfes noch einmal ab. Er blickte durch den Raum, oder vielmehr das Kabuff, und sah… nichts. Leere Wände und eine Tür. Er stand auf und ging durch den Raum, bewegte sein Genick und streckte seine Glieder. Er schritt durch die Tür in den Untergrund und blickte zu der alten Frau, die einsam an ihrem Stand versuchte, ihre bittere Medizin zu verkaufen. „Wo sind meine Pokémon?“ fragte er, als Antwort bekam er nur einen Fingerzeig auf eine kleine Kommode, wo er die oberste Schublade öffnete. In den sechs Pokébällen erkannte er seine Lieblinge, sie schienen alle wohlauf, wohl aber etwas besorgt. Er lächelte. „Nun kann es weitergehen, na los,“ sagte er, steckte die Pokébälle in die Tasche und fragte die alte Dame beiläufig, „bevor ich es vergesse, wie lange habe ich geschlafen?“ Die alte Dame schwieg eine gefühlte Ewigkeit, bevor sie sagte: „Drei Tage“. „Scheiße.“ flüsterte Dolph, legte ihr fix einige Scheine auf den Tresen und stand schon bald in der hellen Sonne inmitten der belebten Stadt Dukatia City.

Nichts erinnerte an die Geschehnisse von vor drei Tagen, wenn man von dem Gerüst, das um den Radioturm stand, denn absah. Er hatte drei Tage verloren, wahrscheinlich würde Silver nun schon halb Team Rocket ausgehoben haben… Dolph beschloss, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Bianka, die Arenaleiterin, würde sicherlich alles wissen, was sich in der Stadt getan hatte, und er könnte einen weiteren Orden abgreifen. Das, was er von Bianka gehört hatte, war bislang nichts Gutes gewesen. Ein kleines verwöhntes Gör, das allerdings zugegebenermaßen nicht ungeschickt im Umgang mit Pokémon sein solle. Nachdenklich griff er in seinen Rucksack, um nach seinem PokéCom zu suchen, doch stattdessen fanden seine Finger einen Gegenstand, der wie eine CD aussah und die Aufschrift „TM06 – Toxin“ trug. Dolph blieb stehen, inmitten der Menschenmenge. Woher zum Teufel kommt das denn jetzt schon wieder… Schließlich hatte er sich wieder gefasst und ging zum Vorplatz der Arena, wo er sein Blitza aus ihrem Pokéball befreite. Dolph checkte seinen PokéCom. Eine neue Nachricht. „Hab’s im Radioturm gefunden, kann damit nichts anfangen. Viel Spaß bei der kleinen F****.“ Wieder einmal konnte Dolph sein charakteristisches Lächeln nicht unterdrücken. „Hier, Kleine, ein Geschenk von Onkel Silver.“ Dolph aktivierte die Technische Maschine und ging in die Arena.

Mag sein, dass Pokémon wie Snubbull, Pummeluff oder Wiesor in den Augen der Mädchen ach so „kawaiiiii<3“ oder „sooooo kj00t~“ waren – den Kampf schien nur Bianka ernst zu nehmen. Die anderen Mädchen machten sich eher Sorgen um die Frisuren und Schleifchen ihrer Pokémon und waren folgerichtig kaum eine Herausforderung. Fukano hätte vermutlich die ganze Arena abbrennen können, ohne gestört zu werden, doch Bianka war durchaus ein Hindernis. Dolph sich ihren Sermon gelangweilt an, bis er sie irgendwann einfach unterbrach, indem er ihr einen Pokéball entgegen schleuderte. Bianka schien sichtlich irritiert und zu Dolphs Missmut zwang Piepi sein zugegebenermaßen bereits geschwächtes Fukano in die Knie. „Da siehst du, was du davon hast, du ungezogener Bengel!!!“ triumphierte sie. Dolph rollte mit den Augen und schickte seine Diva in den Kampf. „Bring ihr Piepi an die frische Luft, vielleicht kühlt das den Kopf ihrer Trainerin ja ein wenig ab.“ schlug Dolph vor, worauf sich Blitza fauchend aufmachte und Biankas Piepi mit einem Doppelkick durch das nächstbeste Fenster der Arena schoss. Bianka fiel die Kinnlade herunter: „Wa- ich… du… MILTANK!!! Raus mit dir und bringe unseren Gästen Manieren bei!“ Von Abkühlung konnte keinesfalls die Rede sein, also beschloss Dolph, Blitzas neue Attacke auszutesten: „Toxin, jetzt,“ befahl er, und Sekunden später fand sich Miltank mit einer Flüssigkeit besudelt, die in den Körper eindrang und es schwer vergiftete, „und nun Agilität, sieh dir die Arena von oben an!“ Blitza fauchte wieder auf und schoss die Gänge in der Arena hinauf. Miltank versuchte kurz, hinaufzuklettern, doch Dolph konstatierte, es sei „schlichtweg zu fett dafür“. Blitza tollte derweil in der Arena herum, vollführte Saltos und waghalsige Sprünge, ohne sich weiter um das Miltank zu scheren, das sich zwar regelmäßig mit Milchgetränken heilen konnte, doch irgendwann war der Vorrat einfach erschöpft. Und da es weder mit Stampfer noch mit Walzer irgendwie in Blitzas Nähe kam, war es kein wirklicher Kampf und Dolph um einen Orden reicher. Er rief Blitza zurück. „Gut gemacht, Kleines.“

Bianka schien nicht allzu amüsiert, aber wenigstens weinte sie nicht, wie Dolph schon befürchtet hatte. „Was hatte Team Rocket hier zu suchen? Wo sind sie jetzt?“ Bianka musterte ihn. “Sie wurden in Azalea City gesehen. Mehr weiß ich nicht. Keine Ahnung, was sie hier wollten. GEH JETZT!!!“ schrie sie ihm hinterher, als Dolph schon auf dem Weg zur Tür war. Sie erinnerte ihn ein wenig an Misty, zumindest was das Temperament anging. Dolph machte sich auf den Weg in den Süden der Stadt, um den Weg nach Azalea City durch den Steineichenwald einzuschlagen.

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Beitrag: #13
vom - RE: [SP] Heart of a Dragon
Ilex Forest: Da draußen im Walde – Zwei Jahre zuvor

Dolph war angespannt und unruhig. Erst da fiel ihm auf, dass er seit dem Kampf im Radioturm nicht mehr geraucht hatte. Kein Wunder also, dass sich sein Körper nun zurückmeldete und nach Nikotin schrie. Er setzte sich auf einen Baumstumpf, um sich eine Kippe zu drehen, während er die wundersame Ruhe des Waldes genoss. Seine Pokémon hatte er aus den Bällen befreit, damit auch sie die volle Schönheit des Waldes genießen konnten, und so schritten die sieben Gestalten stillschweigend und in Gedanken versunken durch den uralten Wald. Die Zeit im Wald schien stillzustehen und es war herrlich ruhig. Umso verdächtiger war es, dass im Unterholz ein regelmäßiges Knacken zu vernehmen war, das Blitza zuerst bemerkte. Das Knacken schien ihnen einige Minuten lang zu folgen, dann war es Dolph leid. „Blitza… Geh ins Unterholz und wer oder was auch immer da ist, paralysiere es. Dragonir, behalte die Sache im Auge und hilf ihr bitte.“ Sagte er leise, und seine zwei Partner verschwanden nahezu lautlos im dichten Wald. Es war einige Zeit lang ruhig, dann war das elektrische Knistern von zwei Donnerwellen zu hören. Dann wurde etwas weniger lautlos über den Waldboden geschleift, bis man sich schließlich auf einer Lichtung kurz vor dem Waldesende traf. Auf Blitzas Rücken tanzte fröhlich ein Porenta, das sich von den Funken, die sich immer wieder von dem zierlichen Elektro-Pokémon lösten, kaum gestört zu fühlen schien. Der schäbig anmutende paralysierte Trainer, den Dragonir über den Boden schleifte, sah hingegen weniger fröhlich aus. „Pokémon-Diebe… Ein weiterer Fall für Officer Rocky… Gut gemacht, ihr zwei! Dann gehen wir gleich mal gut essen in Azalea City!“ Am Wegesende, wo sich Tageslicht durch die lichter werdenden Bäume bahnte, konnte Dolph schon die gemauerten Häuser der alten Stadt sehen, die für ihre Spezialitäten aus Aprikoko-Früchten bekannt war. Zeit, ihre hungrigen Mägen zu füllen.


Azalea Town: Apropos Aprikoko – Zwei Jahre zuvor

Am Rande von Azalea City wurde die illustre Truppe anscheinend bereits erwartet. „Da ist er ja, der Taugenichts!“ Dolph war ein wenig irritiert, so angesprochen zu werden, und entgegnete, „Bitte was? Ich wurde schon freundlicher empfangen, muss ich sagen…“ Pupitar und Fukano standen angriffslustig neben ihm. „Nein, ich meine unseren Lehrling! Er sollte mein Porenta aus dem Wald holen, da es ihm wieder entwischt ist.“ Dragonir lud nach einem Wink von Dolph den Trainer vor seinem Meister ab, der diesen erst einmal mit einem Eimer kalten Wasser, der aus dem nächsten Haus geholt wurde, aus dessen Paralyse befreite. „Scheiße ist das kalt!“ entfuhr es dem Jungen, der von allen Anwesenden mit strafenden Blicken belegt wurde. „Ich meine… Entschuldigung, Meister. Es wird nicht wieder vorkommen.“ „Ja, ja. Ab ins Haus! Jungs, passt auf, dass er keine Dummheiten anstellt,“ befahl er, „ich hole mein Porenta selbst!“ „Das wird wohl kaum nötig sein. … Blitza?“ Brav taperte Blitza hinter Dolph hervor und als Porenta dessen Trainer sah, flog es überglücklich zu ihm und schwirrte um dessen Kopf. „Haha, du kleiner verrückter Vogel! Junger Mann, wie kann ich Dir danken! … Bitte, sei zum Essen in zwei Stunden in meinem Haus, es ist gleich hier drüben.“ Sagte er nach kurzem Überlegen und deutete auf das Haus, in dem vor wenigen Augenblicken seine Lehrlinge verschwunden waren. Dolph bedankte sich und ging zur Arena. Es war Zeit, seinen zweiten Orden zu gewinnen.

Die Arena erinnerte Dolph ein wenig an den Steineichenwald, und wäre das Dach nicht sichtbar gewesen, ja, er hätte vermutlich geglaubt, im Freien zu sein. Nach einigen wenigen uninteressanten Trainerkämpfen traf er endlich auf Kai, einen noch sehr jungen Arenaleiter, der trotzdem bereits führend im Bereich der Käfer-Pokémon arbeitete. Kai war anscheinend glücklich, dass wieder ein Außenstehender seine Arena betrat, denn er begrüßte Dolph sehr herzlich: „Ah, endlich wieder ein Herausforderer. Kokuna, begrüße ihn angemessen!“ Dolph schickte sein Kabuto in den Kampf, das – wie sich herausstellte – gegen die Attacken von Kokuna und dem darauf folgenden Safcon nahezu immun war und kaum Schaden nahm. Er hätte es auch gegen Sichlor kämpfen lassen, das Kai nun zu sich befohlen hatte, doch einer von Kokunas Giftstacheln hatte Kabuto scheinbar vergiftet, ohne dass Dolph es wirklich bemerkt hatte. So gab er seinem Blitza eine weitere Chance, sich zu beweisen, denn immerhin hatte es gegen Sichlor den Vorteil, dass Elektroattacken sehr effektiv waren. Der Kampf dauerte deshalb nicht lange, und Kai musste eine Niederlage eingestehen und Dolph einen Orden überreichen.

Dann brachte Dolph seine Pokémon zu Schwester Joy, behielt Metang aber bei sich, um die Stadt ein wenig zu erkunden. Nichts deutete darauf hin, dass Team Rocket hier war. Dolph schlenderte ein wenig frustriert zum Flegmon-Brunnen, wo Metang ihn auf einen Kleidungsfetzen aufmerksam machte, der in der Ritze von zwei Steinen festhing. Er war schwarz und konnte durchaus zu Team Rocket gehören – oder auch nicht. „Finden wir heraus, was es damit auf sich hat?“ fragte er Metang, das ihn freudig anstrahlte und begeistert nickte. Es hatte noch nicht allzu viel unter Dolph gekämpft und war froh, sich endlich beweisen zu können, also stiegen sie in den Brunnen hinab. Es waren viele Flegmon hier unten, aber sonst nichts Auffälliges. Hatte Bianka ihn etwa angelogen? „Komm Metang, wir gehen.“ Dolph machte sich schon auf den Weg zur Treppe, als Metang mit einer Metallklaue einen Felsen zerschlug, hinter dem sich ein Rocket-Rüpel versteckt gehalten hatte. „Scheiße, Zubat, los!“ rief dieser sofort, und Dolph befahl schnell eine „Konfusion!“, die das arme Zubat sofort besiegte, noch bevor er sich umdrehte und zu Metang lief. „Gut gemacht!“ konstatierte er und sah zu dem Rüpel, der sich mittlerweile aufgerichtet hatte. „Dann berichte mal, was hier los war und wo ihr jetzt seid. Oder Metang hilft dir ein wenig nach.“ Metang fuhr seine metallenen Klauen aus; die Augen des Rüpels weiteten sich. Er schien verstanden zu haben, dass Dolph nicht zum Scherzen aufgelegt schien. „Schon gut… Wir wollten hier die Flegmon-Ruten stehlen, aber dann ist hier ein Mädchen aufgetaucht, langes braunes Haar, weißer Hut… Ihr Turtok hat uns ziemlich zerstört, ich habe mich versteckt… Es waren noch Aktionen in Dukatia City, Teak City und Mahagonia City geplant. Sie hat einen Anruf bekommen und gesagt, dass sie das Kraftwerk gesäubert hat… Mehr weiß ich nicht.“ Dolph nickte. „Komm Metang, wir gehen. Und du,“ sagte er zu dem Rocket-Rüpel, „wartest hier.“ Dieser nickte nur brav, als Dolph die Leiter hinaufkletterte. Oben angekommen zog Dolph die Strickleiter aus dem Brunnen, sodass der Rüpel dort unten gefangen war.

Danach machte er sich auf den Weg zum Pokémon-Center, um seine Lieblinge abzuholen. Als er wenig später das Haus des Meisters betrat – er war also Holzkohlemeister, sehr interessant – duftete es schon herrlich nach Essen, und alle ließen es sich gut schmecken. Der ältere Herr bedankte sich wiederholt bei ihm, dass sich Dolph es nicht nehmen ließ, dem alten Mann zu eröffnen, dass ein Rocket-Rüpel als Geschenk im Flegmonbrunnen wartete. „Na, das ist ja allerhand! Diese Randalierer waren vor wenigen Tagen hier, um unsere Flegmon zu stehlen! Irgendein Mädchen hat sie verjagt und ist dann weitergereist, hat mit niemandem gesprochen.“ Dolph dämmerte es schon längt, dass es die mysteriöse Blue sein musste, die Silver in Gesprächen erwähnt hatte. Die beiden machen also Ernst… Er war ganz in Gedanken versunken und hörte dem alten Mann nicht mehr zu, wie dieser über Holzkohle redete, offenbar sein gesamter Lebensinhalt. Als der Meister fertig war, entschuldigte sich Dolph, er müsse Team Rocket suchen und bedankte sich sehr für das Essen. Auf Geheiß des Meisters erschien ein Lehrling und überreichte Dolph einen Gegenstand, der mit einem Tuch umwickelt war. „Es ist ein Feuerstein. Dein Fukano wird ihn bald brauchen. Viel Glück.“

Kaum draußen angelangt, zündete sich Dolph genüsslich eine Zigarette an, denn es gab wenig schöneres, als guten Tabak nach gutem Essen zu genießen. Morgen würde er nach Viola City aufbrechen, um von dort schnell nach Teak City zu gelangen. Die Nacht würde er im Steineichenwald campieren, um sich und seinen Pokémon einen ruhigen Schlaf für die lange morgige Reise zu bescheren. Zwar konnten sie den Sternenhimmel nicht sehen, weil die dichte Baumdecke diesen verdeckte, doch bald schliefen sie alle um das knisternde Lagerfeuer ein, das Fukano vor einigen Minuten entzündet hatte.

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Beitrag: #14
vom - RE: [SP] Heart of a Dragon
Violet City: BlitzzZZ – Zwei Jahre zuvor

Im Morgengrauen machte sich Dolph mit seinen Gefährten wieder auf; er hatte einen interessanten Traum gehabt, in dem er durch die Zeit gereist war. Er erinnerte sich vage an ein kleines, grünes Pokémon, doch nichts Genaues wollte ihm in den Sinn kommen. „Sieht aus, als hätte der Beschützer des Waldes über uns gewacht, Jungs!“ sagte er zu seinen Pokémon. Es gab nämlich angeblich ein Pokémon, das durch die Zeit reisen könne und den Steineichenwald beschütze, zumindest sagten das einige Dorfbewohner gestern Abend, als sie auf dem Weg waren, Geschenke am Schrein zu hinterlassen. Jedenfalls schien ganz Viola City noch zu schlafen, so passierten sie wortlos das Dorf und auch den Flegmonbrunnen. Metang erlaubte sich, einen Blick hineinzuwerfen, doch der Rocket-Rüpel schien nicht mehr dort zu sein und so machten sie sich auf den Weg nach Viola City.

Es waren nur einige Angler auf der Route, die sich am frühen Morgen einen guten Fang erhofften, doch letztlich waren sie meist Kanonenfutter für Blitza; die kleine Diva wuchs langsam aber sicher zu einer wahren Schönheit heran! Kurz vor Mittag erreichten sie dann auch die Stadt, wo sie erst einmal etwas essen gingen, um sich für den Kampf zu stärken. Ein kleiner Abstecher in die Pokémon-Schule brachte Dolph die Information, dass ein neuer und relativ junger Arenaleiter mittlerweile der Herr der Stadt war und seine Spezialität waren Flugpokémon. „Sieht aus, als wäre heute dein persönlicher Glückstag!“ sprach Dolph zu seinem Blitza, das vor Freude sprühte – wortwörtlich gesehen, sodass Dolph einige Funken abbekam, die ihm kleine Stromströße versetzten. „Whoa! Nicht sehr divenhaft! Dann freuen wir uns doch umso mehr auf den Kampf!” Arkani nickte zustimmend, als Dolph ihn und die anderen Mitstreiter in ihre jeweiligen Pokébälle beförderte. Dann schritten sie zur Arena. Die Trainer vor dem Arenaleiter waren enttäuschend schwach, aber wenigstens konnte sich Metang so ein wenig „Wettkampferfahrung“ aneignen. Dann war Dolph auch schon auf der Plattform vor dem Arenaleiter, der bedeutend jünger als er war. Dolph hatte ein wenig Respekt vor dem Jungen, doch die Herausforderung stand im Raum. „Ich bin FALK, der ARENALEITER von VIOLA CITY!“ Wirklich, dachte Dolph, aufgeblasen wie die Alten… „Man sagt, dass man die Flügel von Flug-POKéMON mit einem elektrischen Blitz stutzen kann...“ Oder mehreren, warte mal ab… „So etwas werde ich niemals zulassen!“ Jaja… „Ich werde dich die wahre Kraft der Flug-POKéMON spüren lassen!“ warf er Dolph voller Selbstsicherheit ins Gesicht. „Fein, “ entgegnete dieser, „dann lass uns beginnen! … Blitza! Zeig ihm, was wir von Vögeln halten!“

Natürlich war Dolph nicht im Pokécenter gewesen, sodass Blitza nicht auf dem Zenith seiner Leistungsfähigkeit war, schließlich hatte er sich voll auf den elementaren Vorteil verlassen. Was er nicht bedacht hatte, war die Tatsache, dass das Taubsi, was Falk in den Kampf schickte, Blitza nervigerweise durch Sandwirbel die Sicht erschwerte und die Elektroattacken zu Falks Hochgenuss ins Leere gingen. Das Taubsi hingegen konnte immer wieder durch Windstöße Nadelstiche setzen, doch dann wurde Falk zu lässig, als er einen Tackle befahl: Sein Taubsi kam Blitza derartig nahe, dass es mit einem Donnerzahn-Angriff von Blitza sofort zu Boden ging und bewusstlos liegenblieb. Blitza versuchte vergeblich, sich einige Sandkörner mit den Pfoten aus den Augen zu reiben, da schickte Falk sein Tauboga in den Kampf. Blitza antwortete sofort mit einem von Dolph befohlenen Donnerschock, der das Flugpokémon aber nur streifte. Falk befahl seinem Pokémon daraufhin, die Attacke Ruheort einzusetzen und klärte Dolph darüber auf, dass sich sein Pokémon damit einerseits heilte, andererseits auch vom Flugtyp befreite und somit Blitzas Elektroattacken nicht mehr zu fürchten brauche. Langsam geht mir der kleine Besserwisser echt auf’n Keks… Frisch aus der Trainerschule ausgebrochen oder wie? Blitza hatte sich einiger Körner entledigen können und hatte nun halbwegs klare Sicht. Leider vernachlässigte es dabei die Verteidigung ein wenig, sodass Tauboga einen Tackle landen konnte, der Blitza sichtbar mitnahm, da es noch von den morgigen Trainerkämpfen geschwächt war. Und dann fiel Dolph der Stromkasten auf.

„Geradezu fahrlässig, einen Stromkasten offen in einer Arena stehen zu lassen, in der es Flugpokémon gibt.“ bemerkte Dolph und wies Blitza an, sich gegen den Stromkasten zu werfen. Der Effekt ließ nicht lange auf sich warten: Strom durchfuhr den zarten Körper des Elektropokémons, das sich fast zeitgleich von den Blessuren der vorhergegangenen Kämpfe erholte und nur von Energie strotzte. „Bring es zuende, DOPPELKICK!“ Funken sprühten, als Blitza auf das verängstigte Tauboga zuraste, das hilflos zu seinem Trainer blickte, der nur einen Sandwirbel befahl. Blitza traf den armen Vogel zweimal mit seinen Tritten. Dolph verkniff es sich, Falk darüber aufzuklären, dass dieser Angriff nun sehr effektiv gegen das Vogelpokémon war – Ruheort sei Dank – und zog Blitza zurück, immerhin war Tauboga kampfunfähig. „...Hmpf. Es ist wohl noch ein weiter Weg bis an die Spitze des Trainerhimmels!“ „So schaut es aus, Junge… Danke für den Orden und viel Erfolg noch.“ sagte Dolph und schritt aus der Arena. Kaum draußen, rief er einen alten Freund an und entzündete eine Zigarette. „Hey. Hast du Lust auf eine Spritztour? … Fein! Ich müsste von Rosalia City nach Anemonia City, kriegst du das hin? … Heute Nachmittag? Super! Bis dann!“ Er schwang sich auf Arkani und klopfte ihm wohlwollend auf die Seite. „Einmal nach Rosalia City, bitte!“ Arkani jaulte begeistert auf uns machte sich auf den Weg. Bloß schnell weg aus diesem Kaff!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.07.2013, 17:13 von Lin. )
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Beitrag: #15
vom - RE: [SP] Heart of a Dragon
Olivine City: Eine Spelunke – heute

„Dem aufmerksamen Zuhörer wird aufgefallen sein, dass Fukano das Feuerchen entzündet hat, ich aber mit Arkani in die Arena ging. Als wir aufwachten, stellte ich fest, dass der Feuerstein nicht mehr in meinem Rucksack war… Fukano hatte ihn sich eigenmächtig geholt und sich natürlich entwickelt… Ein Glück, sag ich nur, doch dazu später mehr…“


Cherrygrove City: Eine Seefahrt, die ist lustig – Zwei Jahre zuvor

Dolph stand auf den Felsen in der Brandung vor Rosalia City. Er sah das Powerboat am Horizont aufblitzen und bald darauf wurde die idyllische Ruhe der kleinen Stadt getrübt, als sich die zwei Schrauben durch das Wasser pflügten, angetrieben von über 800 Galoppastärken, wenig später vor Dolph anhaltend. Das Cockpit sprang auf. „Hüpf‘ rein! Ich brauche einen Navigator!”

Dolph ließ sein charakteristisches Lächeln aufblitzen und nahm auf der linken Seite des Cockpits Platz und begrüßte die Fahrerin mit je einem Küsschen auf der Wange. „Assunta! Lange nicht mehr gesehen, was hast du gemacht und wie hat es dich hierhin verschlagen?!“ Sie ließ den Motor aufheulen und fuhr los, während Dolph die Instrumente studierte. Sie deutete auf ihr Headset, also setzte sich Dolph jenes auf, das sich neben seinem Sitz befand. „Ach, nach dem Finale in der Indigo-Liga hab ich mich ein wenig rumgetrieben und fröhne meinem Hobby.“ Sie machte eine einladende Geste, Dolph lachte auf. „Alles state-of-the-art, ich bin begeistert. Dennoch frage ich mich, was du hier treibst.“ Er hielt sich fest, während Assunta mit einem waghalsigen Manöver einen Felsen umfuhr. Ein Blick auf den Tacho sagte Dolph alles über ihre Fähigkeit im Umgang mit diesem Monster eines Bootes. Während er noch tiefer in den Sitz gedrückt wurde, hörte er sich Assuntas Erklärung an. „Ein ehemaliger Arenaleiter treibt sich hier rum, angeblich wurde ein Suicune gesichtet… Sowas lasse ich mir natürlich nicht entgehen!“

Während Dolph sie auf Kurs hielt, berichtete Assunta von einem gewissen Hayate, ein ehemaliger Arenaleiter, der eng mit Hartwig, dem Arenaleiter, den Dolph zu besiegen gedachte, befreundet war. Gerüchte, dass Suicune auf der Insel war, gab es länger, doch nun schien sogar Hartwig überzeugt und rief seinen alten Freund auf den Plan. Einen Großteil des Weges hatten sie schon hinter sich gebracht, als sie mit ihrer Zusammenfassung abschloss. „Wirklich interessant. Ich hoffe, dadurch ist Hartwig nicht unpässlich für einen Kampf…“ Assunta zog die Augenbrauen hoch. „Du und dein Ego. Wozu brauchst du diese Blechorden eigentlich?!“ Dolph deutete auf den hochpolierten Indigo-Orden, der auf ihrer Fliegerjacke prangte. „Look who’s talkin‘.“ Assunta errötete. „Ich hab’s ja kapiert… War ja bloß ein Scherz… Schauen wir einfach mal.“ Ein seltsam belegtes Schweigen stellte sich ein, dann kam irgendwann endlich die Insel in Sichtweite. „Nun dann, meine Liebe, “ begann Dolph und schwang sich aus dem Cockpit, sprang auf den Anleger und hielt Assunta die Hand hin, um ihr an Land zu helfen, „willkommen bei unserem nächsten Abenteuer!“


Cianwood City: Legenden – Zwei Jahre zuvor

Die beiden betraten die Siedlung auf der Insel, doch viel schien nicht los zu sein. Die Arena war verschlossen. „Fragen wir uns rum, Treffpunkt in einer halben Stunde vor dem Poké-Center.“ Assunta übernahm die Kontrolle; Dolph nickte bloß.

Auf die Minute pünktlich trafen sie sich wieder, Dolph mit einer halb gerauchten Zigarette im Mundwinkel, Assunta mit einem riesigen Milchshake mit Strohhalm. „Ich war bei den Seeleuten, die gerade Pause gemacht haben. Sie haben Hartwig heute Morgen in Richtung Norden der Insel gehen sehen.“ Dolph mit dem Versuch, das Ruder wieder an sich zu reißen. „Interessant. Die alte Apothekerin hat gestern Abend einen mysteriösen Typen in ihrem Laden gehabt, der sich ‚Eusin‘ nannte. Auf der Suche nach einem Suicune. Noch besser: Im Poké-Center kam nachts ein Typ an, Fliegerbrille, schwarzes Shirt, einen Orden mit zwei Flügeln zum Zeichen, dass er Arenaleiter ist…“ begann Assunta, doch Dolph übernahm: „… oder vielmehr war! Hier, “ er zeigte ihr den Orden, den er vor nicht allzu langer Zeit gewonnen hatte, „das ist der… Fügelorden! Wir haben es hier wohl mit dem Vorgänger von dem kleinen Wichtigtuer in der Arena von Viola City zu tun.“ „Richtig. Sein Name ist Hayate, vermutlich der Vater. Auf geht’s, auch er ist in den Norden der Insel verschwunden.“ Assunta marschierte voran, Dolph schloss schnell mit ihr auf. „Du bist die einzige Frau, von der ich mir wirklich was sagen lasse.“ „Ich weiß.“ antworte sie und zwinkerte ihm vielsagend zu.

Das Terrain wurde immer schwieriger zu begehen, also wählten sie beide Pokémon, auf denen sie schneller vorankommen konnten; Rizeros und Arkani. „Wunderschön.“ befand Assunta mit einem andächtigen Blick auf Dolphs Pokémon. „Stark.“ erwiederte er, und gemeinsam schlugen sie sich durch das felsige Gelände, bis sie sich schließlich auf einer Düne wiederfanden. Dolph hielt Assunta zurück und deutete auf eine Grotte, vor der drei Menschen standen. „Hartwig…“ „… und den Beschreibungen nach ist der Typ Hayate. Sieht nicht so nett aus… Und das muss dieser Eusin sein!“ Sie gingen näher ran, sodass sie die Stimmen der Leute verstehen konnten. „… wenn ich es euch doch sage, Suicune ist da drin! Ich verfolge es schon so lange und will es nun endlich fangen! Es ist so mystisch, so schön und-„ Hartwig nickte seinem Maschok zu, der den Armen selbsternannten „Mystiker“ (O-Ton alte Apothekerin…) mit einem kräftigen Hieb außer Gefecht setzte. Da erblickte Hayate Dolph und Assunta und seine Augen verengten sich zu Schlitzen, als er ihnen zurief: „Haut ab, ihr habt hier nichts verloren!“ „Der offenbar auch nicht.“ konterte Dolph und deutete auf den bewusstlosen Eusin. „Das hat euch nicht zu interessieren! Zieht Leine, dann verschonen wir euch!“ Hartwig. „Ich habe eine bessere Idee. Viererkampf, jeweils ein Pokémon. Ihr gegen uns. Schlagt ihr uns, verlassen wir die Insel sofort, ohne ein Wort zu verlieren. Gewinnen wir jedoch, “ Assunta lächelte Dolph zu, „kriegt er hier deinen Orden, Hartwig, und ihr verlasst diesen Ort.“ „Ihr gegen zwei erfahrene Arenaleiter? Pah, Einverstanden!!!“ polterte Hartwig und ging auf Position. Sein Maschok stand vor ihm, Hayate schickte ein Panzaeron an dessen Seite. Die Pokémon von Assunta und Dolph, auf denen diese sich herbewegt hatten, traten ebenfalls hervor. Der Kampf begann.

Die zwei erfahrenen Arenaleiter hatten allerdings eine Indigo-Liga-Finalistin und einen notorischen Arenaleiter-Besieger mit nunmehr elf Orden vor sich, der Kampf war ausgeglichen und spannend. Letztendlich war es ein Geistesblitz von Assunta, der sie und Dolph auf die Gewinnerstraße brachte: Als Arkani mit einem Flammenrad auf das fliegende Panzaeron sprang, es rammte und dann mit einem Feuerzahn biss, befahl Assunta ihrem Rizeros ein Erdbeben, das Arkani nicht treffen konnte, wohl aber Maschok den Rest gab. Hartwig schien nicht zu verstehen, was sich da gerade zugetan hatte, also ging Hayate schnurstracks zu ihm, nahm ihm einen Orden ab und schmiss diesen in Dolphs Richtung in den Sand. „Da, nimm. Hier gibt es eh nichts zu sehen. Ich sehe mal, wie sich mein Sohn schlägt.“ Ein Flugpokémon erschien, als er Panzaeron in einen Pokéball beorderte, und er flog davon. „Glückwunsch, “ knurrte Hartwig, „den Orden hast du dir verdient. Leider erwiesen sich die Gerüchte als unwahr. Tschüss.“ Dolph und Assunta sahen sich um, während der bewusstlose Eusin noch immer am Boden lag, und betraten die Grotte.

Es schimmerte bläulich, das Wasser war klar, doch sonst gab es nichts. Sie gingen raus. „Schade…” murmelte Assunta betroffen und blickte auf die Grotte zurück, worauf sich ihre Augen weiteten und ihr Mund auffiel. Dolph drehte sich in Windeseile um. Auf der Grotte stand wahrhaftig ein Suicune. Es verbeugte sich vor ihnen. Dann drehte es sich um und sprintete über das Wasser. „Hmmmm, mein Kopf… Die Grotte… Suicune… Hmpf. Es ist nicht da…….. He, ihr da, habt ihr irgendetwas Merkwürdiges hier gesehen?“ Dolph und Assunta schüttelten unisono den Kopf.

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Beitrag: #16
vom - RE: [SP] Heart of a Dragon
Olivine City: Blech und Plastik – Zwei Jahre zuvor

Assunta peitschte ihr Wassergefährt förmlich nach Oliviana City. „Wenn jemand etwas darüber weiß, warum Suicune aufgetaucht ist, dann wohl Jens.“ Darauf folgte eine Welle von Spekulationen und Möglichkeiten, welche die zwei alten Bekannten im Zuge ihrer Fantasie von sich gaben, bis sie Oliviana City erreichten. Normalerweise hätte Dolph sich sofort in eine ihm gut bekannte Kneipe verzogen, doch ausnahmsweise gab es etwas Wichtigeres zu tun. Assunta ließ es sich nicht nehmen, ihn nach Teak City begleiten zu wollen, doch sie kamen nur bis zur Arena. „Na, sieh mal einer an.“ „Silver.“ Dolph nickte. „Dolph.“ Silver nickte nicht.

„Wenn du Jasmin suchst, sie ist wieder hier. Es gab einen… Vorfall in der Turmruine. Jens ist unterwegs.“ Damit schritt er ohne ein weiteres Wort von dannen. Assunta legte ihren Kopf schief. „Nun, dann hole dir doch das nächste Stück Blech. Ich warte in Teak City auf dich!“ Sie gab ihm einen Kuss auf die Wange, dann war Dolph auch schon alleine vor der Arena in Oliviana City. Er hatte von Jasmin gehört, ihre Spezialität waren Stahl-Pokémon. Von wegen Blech… Es wollte ihm aber einfach nicht in den Kopf, wieso sich Arenaleiter auf einen Typ beschränkten. Machte sie das nicht so… ausrechenbar? Pupitar und Arkani hatten ein leichtes Spiel mit Attacken wie zum Beispiel Flammenwurf, mit der Arkani Jasmins Magnetilo-Armada reihenweise niederfällte. Als sie ihren „Beißer“, ein Stahlos, in den Kampf schickte, befahl Dolph seinem Pupitar ein Erdbeben, womit er dem bedauernswerten Wesen keine Chance gab und den Kampf in denkbar unspektakulärer Weise binnen weniger Minuten gewann. Mental war er ohnehin schon längst in Teak City.

Aber wieso wurde Jasmin bei Pupitars Erdbeben so aschfahl? Hmm… Sie wusste wohl, dass Stahlos dadurch besiegt würde… Dolph machte sich nichts weiter daraus und folgte dem Pfad nach Teak City. Ohne es jetzt schon zu wissen: Er würde fast das komplette nächste Jahr dort verbringen.


Teak City: Rescue Me – Zwei Jahre zuvor

Dolph machte sich also auf den Weg nach Teak City. Die Route 39 war seltsam leer, es schien fast so, als hätten alle wilden Pokémon und die jungen Trainer, die sich sonst hier befanden, die Flucht ergriffen. „Also, Arkani. Jasmin war offensichtlich bei weitem nicht auf ihrem normalen Level; der Orden war geschenkt. Silver sagte, sie sei wieder hier, nach einem… Vorfall in der Turmruine!“ Er rannte um die Ecke, um Route 38 zu erreichen und sah – Rauchwolken über Teak City. Und viele Menschen. Er schritt durch die Menge und schnappte nur Phrasen auf: Erdbeben… Ganze Stadt zerstört… Jasmin verletzt… Turmruine…

Das Bild, das sich ihm in Teak City bot, war desaströs: An vielen Stellen war der Boden aufgerissen, ganze Häuser waren eingestürzt, Officer Rocky organisierte die Evakuierung der gesamten Stadt. „Ja, Jasmin ist wieder in ihrer Arena in Sicherheit. Man sagt, ein Junge mit roten Haaren habe sie gerettet!“ Good Boy. Dolph grinste. Die Arena stand gerade noch so da, aber Jens war vermutlich eh nicht da, er wurde gerade woanders benötigt – Verletzte aus Ruinen zu retten, oder sowas in der Art. Dolph ging in die Turmruine, der einzige Anhaltspunkt, den er hatte. Doch dort war er nicht allen.

„Diese scheiß Blagen, Gold und Silver… Sie haben Jasmin gerettet und euch besiegt? Nutzloses Pack!“ Team Rocket? „Leise. Gut, dass du hier bist. Ohne Gold hätte ich die beiden Executives nicht alleine besiegen können. Sie haben das Erdbeben ausgelöst, um Ho-Oh zurück in die Stadt zu holen… Das sollten wir verhindern.“ Dolph hatte nicht die geringste Ahnung, wie sich Silver hinter ihn geschlichen hatte, aber seine Pokémon waren recht ausgeruht und einen kleinen Kampf konnte er schließlich nicht ablehnen. Er fror. „Siehst du das Keifel? Sie haben es benutzt, um die Flüssigkeit im Boden gefrieren zu lassen und“ „Eis breitet sich aus. Daher die Risse im Boden, die kaputten Häuser, das ‚Erdbeben‘. Verstanden. Holen wir sie uns.“ Silver und Dolph traten aus dem Schatten. „Hallo, “ sagte Silver, „bereit zu verlieren?“

Die beiden Rocket Executives setzten mit Keifel, Ariados, Garados und Hundemon ihre stärksten Pokémon ein. Während Dolph auf Arkani und Kabuto vertraute, entsand Silver Sniebel und Seadraking. Arkani war damit beschäftigt, die Eisattacken von Keifel zum Schmelzen zu bringen und spie Flammen wie wild in alle Richtungen. Sniebel schien überall zu sein und grub seine spitzen Klauen in die gegnerischen Pokémon, so oft es nur konnte. Kabuto schoss Lehm in Risse an der Mauer, damit der Turm nicht einstürzte, da immer wieder Attacken auf die uralten Wände trafen. „Diesen Kampf wird man diesem Turm noch lange ansehen!“ schrie Silver über das Kampfgeschehen hinweg, als sein Garados das Keifel mit einer gewaltigen Drachenwut ausschaltete, während Kabuto zeitgleich dem Hundemon den Rest gab. Die anderen Rocket-Pokémon fielen binnen weniger Minuten.

Die beiden Jungen standen im verlassenen Turm. „Wir sollten uns ausruhen. Morgen wird es noch genug zu tun geben. Und übermorgen. Und die nächste Zeit.“ Dolph nickte und machte sich auf den Weg zum Poké-Center.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 31.12.2013, 15:04 von Lin. )
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